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Erbschaftssteuer (auch Reform) - Überblick

Der Erwerb von Todes wegen unterliegt der Erbschaftssteuer. Rechtsgrundlage hierfür ist das Erbschaftsteuergesetz (ErbStG).

Hinweis zur Erbschaftsteuerreform: Anfang Dezember 2008 hat nun auch der Bundesrat der Reform der Erbschaftssteuer zugestimmt. Diese tritt nunmehr zum 01. Januar 2009 in Kraft. Das Ergebnis: Ehepartner, Witwer, Witwerin, Kinder und eingetragene Lebenspartner müssen künftig im selbstgenutzten Wohneigentum keine Erbschaftssteuer zahlen. Eine Ausnahme gibt es: Bei Kindern darf die Wohnfläche nicht mehr als 200 Quadratmetern betragen. Daneben gibt es normale Vermögens-Freibeträge pro Ehegatten von 500.000 Euro sowie für Kinder von je 400.000 Euro. Familienbetriebe können steuerfrei vererbt werden, wenn sie zehn Jahre lang unter Erhalt der Arbeitsplätze fortgeführt werden. Erben von Unternehmen, die den Betrieb nur sieben Jahre lang fortführen, müssen 15 Prozent Erbschaftssteuern auf des Betriebsvermögens zahlen.

1. Wird Grundvermögen vererbt, soll hinsichtlich dessen Besteuerung der reale Marktwert zugrunde gelegt werden. Hiermit werden die Vorgaben des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 7.11.2006 (Az.: 1 BvL 10/02) umgesetzt. Darin hat das BVerfG entschieden, dass das geltende Erbschaftsteuerrecht verfassungswidrig ist, weil Grundbesitz, Betriebsvermögen und Anteile an Kapitalgesellschaften - anders als Barvermögen und Aktienbesitz - teilweise mit einem erheblich unter dem Marktwert liegenden Betrag bewertet werden. Die regelmäßig gegebene Steuerfreiheit des Übergangs von privat genutztem Wohneigentum nach derzeitigem Recht, soll durch die Anhebung der Erbschaftssteuerfreibeträge sicher gestellt werden. Eine Ausnahme der Besteuerung von Grundvermögen auf den realen Marktwert gilt aber, wenn das Grundvermögen an Ehepartner, Witwer, Witwerin, Kinder und eingetragene Lebenspartner vererbt wird (siehe oben).

2. Der Fortbestand von Unternehmen nach dem Tod des Firmeninhabers soll dadurch gefördert werden, dass bei der Vererbung von Familienbetrieben keine Erbschaftssteuer anfällt, wenn sie zehn Jahre lang unter Erhalt der Arbeitsplätze fortgeführt werden und die Lohnsumme nach zehn Jahren mindestens 1000 Prozent der Ausgangssumme beträgt. Wird das Unternehmen dagegen vom Erben nur sieben Jahre lang gehalten, sind 15 Prozent des Betriebsvermögens zu versteuern. Voraussetzung ist aber, dass die Lohnsumme am Ende des gesamten Zeitraums von 7 Jahren nicht unter 650 Prozent der Ausgangssumme gesunken ist.

3. Die Erbschaftssteuer-Freibeträge für nahe Angehörige sollen angehoben werden:

  • Freibetrag für Ehegatten von bisher 307.000 Euro auf 500.000 Euro,
  • Freibetrag für Kinder des Erblassers von 205.000 Euro auf 400.000 Euro
  • Freibetrag für Enkelkinder von 51.200 Euro auf 200.000 Euro steigen.

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