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Die Annahme der Erbschaft / Das Erbe annehmen

Zwar wird man zunächst ohne weiteres eigenes Zutun Erbe. Allerdings muss man sich nun entscheiden, ob man die Erbschaft annehmen oder ausschlagen will. Dies hängt im wesentlichen davon ab, ob das Erbe überschuldet ist oder nicht. Bis zur Annahme der Erbschaft ist man nur ein sog. vorläufiger Erbe.

1. Die Annahme der Erbschaft kann erfolgen durch

  • ausdrückliche Erklärung,
  • schlüssiges Verhalten, d.h. dritte Personen durften das Verhalten des Erben so verstehen, dass er die Erbschaft annimmt,
  • Verstreichenlassen der Ausschlagungsfrist.
Achtung:
Hat der Erbe die Annahme der Erbschaft ausdrücklich erklärt, kann er sie später nicht mehr anfechten.

2. Bestimmte Verhaltensweisen des Erben werden als Annahme der Erbschaft gewertet. 

Dazu gehören:

  • die Beantragung eines Erbscheins,
  • die Fortsetzung eines Prozesses, der durch den Erblasser begonnen und durch dessen Tod unterbrochen wurde,
  • die Geltendmachung von Erbschaftsansprüchen gegen Dritte,
  • der Verkauf der Erbschaft.

Liegen solche Handlungen des Erben vor, kommt es auf eine ausdrückliche Erklärung und das Verstreichenlassen der Ausschlagungsfrist nicht mehr an. Die Erbschaft ist dann angenommen.

Wichtig:
Soll sich die Annahmeerklärung aus ihrem Verhalten ergeben und sind Sie der Ansicht, dass in Ihrem Verhalten keine Annahmeerklärung lag, können Sie die Annahmeerklärung anfechten.

3. Befand sich der Erbe bei der Annahme der Erbschaft in einem Irrtum, wurde er getäuscht oder bedroht, hat er die Möglichkeit seine Erklärung anzufechten. Siehe dazu unter dem Thema 'Eintritt des Erbfalls - Anfechtung von Annahme und Ausschlagung der Erbschaft'.

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